Wer zu spät kommt, bezahlt teuer und bekommt einen Bonus
Montag, 18. Juni 2007

Ich glaube ja fest daran, dass hinter jedem Musikalbum ein gewisses Konzept steckt. Sicherlich heißt das nicht, dass jedes Album ein Konzeptalbum ist - gewisse lyrische und musikalische Pläne macht sich aber bestimmt jeder Künstler vor einer Veröffentlichung.

So richtig ins Konzept dieses Konzeptglaubens passen Bonustracks gerade nicht. Bisher habe ich auch immer einen großen Bogen um CDs mit Bonustracks resp. die Bonustracks selbst gemacht. Zwar kaufe ich aus Überzeugung von nahezu jedem Album die limitierte Special-Digipack-plus-Bonustracks-anderem-Cover-Making-of-und-noch-viel-mehr-Edition. Aber ganz koscher sind mir Bonustracks doch nicht.

Bis jetzt. Mittlerweile habe ich schon drei Alben gefunden, bei denen die Bonustracks der Special Edition das Sahnehäubchen auf der ohnehin schon salz- und gewürzreichen Suppe darstellen:

Opeth - Ghost Reveries. Der auf der Special Edition enthaltene Bonustrack Soldier Of Fortune, ein Deep-Purple-Cover, ist melodisch-melancholisch und lässt mich jedes Mal in Träumen und Schwelgen verfallen.
Amorphis - Eclipse. Der auf der Digipack-Version enthaltene Bonustrack Stone Woman rockt sowas von tierisch meine Vorliebe für Death Metal und Siebziger-Hard-Rock, dass ich fast immer ein Grinsen beim Bangen habe!
Nile - Annihilation Of The Wicked. Der auf der japanischen Ausgabe enthaltene Bonustrack Sss Haa Set Yoth ist wie steigernde Zusammenfassung des ohnehin großartigen vorangegangenen Albums. Atmosphärisch, technisch wie Hölle und mit einem Gänsehaut erzeugenden Schlussteil.

Fazit: Ich werde auch weiterhin nur die Special Editions kaufen.

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