Wann fährt der Neunuhrfünfziger?
Donnerstag, 23. August 2007

Ein Wunder ist geschehen!

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Aktiv sterben und sich dabei gut fühlen
Dienstag, 5. Juni 2007

Elf Herzinfarkte im 88. Lebensjahr - null Ahnung, wieso man noch lebt.

In Köpenick wurde auf dem Grund des ehemaligen Forum-Kinos ein neues Seniorenheim eröffnet, berichtet die lokale Abendzeitung. Betreiber sei das Vitanas Pflege-Unternehmen.

So weit, so alt.

Mit ein bisschen Geschüttel aber lässt sich Vitanas zu Vanitas* umstellen... ob das Absicht war?

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* Vanitas = Symbol der Vergänglichkeit alles Irdischen, ab dem Barock Ausdruck starker Todessehnsucht

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CONSIN live im Fuchsbau - 02.06.2007
Freitag, 1. Juni 2007

It applies to now and forever.

Ab sofort werde ich auch an dieser Stelle alle bevorstehenden Gigs meiner Band Consin ankündigen.

Morgen spielen wir im Fuchsbau in Berlin-Reinickendorf, zusammen mit phonEpic und Chayenne. Mehr Infos gibt's unter www.consin.de.

Einen Vorgeschmack auf das Konzert bietet unser Musikvideo zu "Forever":

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Rør om
Dienstag, 22. Mai 2007

S1.

Die S-Bahn ist berstend voll. Im Fahrradabteil kann man auch ohne Fahrrad keinen Schritt tun. Alle Fenster sind offen. Viele Leute unterhalten sich, manche lesen Zeitung, ein Kind lacht. Ein junger Mann mit sehr hoch sitzender Baseballmütze und sehr tief hängenden Hosen hört laut Rapmusik, zwei Reihen weiter hört ein anderer laut Rockmusik. Beide starren unauffällig eine junge Frau mit Sonnenbrille und Minirock an.
Eine dicke Frau mit bunten Kleidern feilt seit einer Viertelstunde über der offenen Handtasche an ihren Fingernägeln, ohne Notiz von den anderen Fahrgästen zu nehmen. Dabei kaut sie unablässig Kaugummi und sieht nicht hoch. Als sie fertig ist, verstaut sie die Nagelfeile im dazu gehörigen Etui, zieht eine Tube Handcreme hervor, wischt mit einer flinken Handbewegung die Finger am Rockzipfel ab und beginnt dann sich die Hände einzucremen. Anschließend holt sie einen goldumrandeten Schreibblock und einen Federhalter aus ihrer Tasche und notiert etwas. Zwei Stationen später tauscht sie die Schreibgeräte wieder gegen einen Handspiegel und einen Lippenstift.
An den Türen stehen behemdete Herren. Im Fahrradabteil liest aus Platzmangel niemand Zeitung. Der Blick auf das Mädchen mit der Sonnenbrille ist inzwischen für beide jungen Männer versperrt, stattdessen wirft ein älterer Anzugträger neben ihr in regelmäßigen Abständen tiefe Blicke in ihr Dekolletée.
Es ist sehr warm, einige Leute hocken am Boden. Die dicke Frau holt ein Sudoku-Heft aus ihrer Tasche. Neben ihr war die ganze Zeit ein Platz frei.

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Geisterbahn täglich
Dienstag, 3. April 2007

Für mich als Großstadtkind ist es jeden Tag ein schöner Moment, mit der S-Bahn am Flughafen Tempelhof vorbei zu fahren, die weiträumige Grasfläche und die zweifelsohne wunderbare nationalsozialistische Architektur zu bestaunen.


Davon abgesehen ist Ringbahn fahren die Hölle. Heute kam so ein abgebrochener Libanese mit einem Fahrrad rein; er drängte mich in eine Ecke, stellte mir das Fahrrad auf die Füße und setzte sich. Gestern polterten zwei fette Kinder durch den Waggon, sie stanken meterweit nach einer Mischung aus Schweiß, Kacke und Zigarettenasche. Letzte Woche hatte ein Maurerlehrling nichts besseres zu tun, als sich von Schöneberg bis zum Ostkreuz lautstark über alte Omis auszulassen, die ihm den wohlverdienten Sitzplatz streitig machten.


Man erlebt die dollsten Dinger. Zum Beispiel den Bahnhofsvorsteher vom Südkreuz, der eines Morgens folgende Ansage machte: „Eingefahrener Gleis, äh, Gleis Zug 4, eingefahrene Richtung... Ringbahn 41, zurückbleiben bitte!“ - Am Bahnhof Herrmannstraße spazierte neulich eine Taube in den Zug hinein; sie wurde mit einem Fußtritt von einem aufgebrachten alten Herrn wieder heraus geleitet. Und nur zu gern erinnere ich mich an das herrenlose Fahrrad eines Morgens, dem ich nach der Arbeit wieder begegnete.

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Das praktische Minispray für Bad und WC
Montag, 12. März 2007

Ups! Das stinkt...

Kennt ihr Brise One Touch? Respektive die vielen billigen Plagiate von Rossmann und Schlecker - Duftsprays zum Übertönen des Kackegeruchs auf dem Klo. Die riechen nach Zitrone, Apfel, salziger Meeresluft oder warmem Frühlingswind. Und haben damit auch eine gewaltige Nebenwirkung: Man assoziiert sie immer mit der Toilette.

Heute morgen saß eine Dame mittleren Alters in der S-Bahn, der offensichtlich (oder besser gesagt offenriechbar) das Parfum ausgegangen war. Fünf Meter gegen den Wind stank sie nach Toilette, pardon, nach Zitronen-Duftspray.

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Was ein Autoradio besser nicht tun sollte.
Sonntag, 25. Februar 2007

If you like to gamble, I tell you how to win.

Jetzt ist es geschehen. Bisher hat mein Autoradio gelegentliche Aussetzer beim Radioempfang gezeigt, doch was es heute getan hat, ging zu weit. Ich wollte die Hammered von Motörhead hören, die ich nach scheinbar unendlich langer Zeit in dem verstaubten CD-Stapel neben dem Küchenradio wiedergefunden habe - und was macht das Scheißradio?! Es spielt die CD nicht.

Hm.

Ok, keine Panik. Zum Test schnell Individual Thought Patterns von Death rein, die hatte ich auch dabei.

Doch nichts.

...

Verfluchtes Scheißradio. Das hätte es in meiner Gegenwart nicht tun dürfen.

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Wir zerstören das K17
Freitag, 12. Januar 2007

As I slither, I slither down your spine, slither!

Vier geile Bands für zwanzig Euro - das gibt es nur im Metal. Kataklysm brachen über Berlin herein, um mit Neaera, Fear My Thoughts und Quo Vadis im Gepäck das K17 in Schutt und Asche zu legen.

Quo Vadis aus Kanada walzten anständig los, und konnten trotz ihres (für Ersthörer) sehr technischen und komplexen Death Metals bereits einiges Köpfe zum Kreisen bringen. Eine anständige Leistung; diese Band sollte man im Auge behalten.
Danach kamen Fear My Thoughts. Die bis unter die Erde gestimmten Gitarren verliehen ihrem eher perkussiven Death Metal den entsprechenden Druck, sodass sich ein erster Moshpit bildete.

Dann Neaera. Ich hatte sie bereits im August 2006 das erste Mal live gesehen, schon damals konnte ich meinen Kopf anschließend drei Tage lang kaum mehr bewegen. Auch dieses Mal fegten sie mit einer ungeheuren Energie über das Publikum hinweg - die ganze Halle tobte. Die Songauswahl war wie gewohnt exquisit (was für Neaera angesichts ihres vor Hits strotzenden Repertoires sicherlich kein Problem darstellt), der Sound klar und deftig und die spielerische Leistung der Band trotz Gastgitarristen (Stefan Keller hat ein Examen zu bestehen) klasse. Einfach nur geil.



Zu guter Letzt Kataklysm.

Tja.

Was soll man dazu nur sagen?
Es war grandios. Gut, Maurizio Iacomo ist in Wirklichkeit fetter als man es von Fotos her vermutet. Und der Beckensatz macht nicht genug Druck. Ansonsten: genial!
Der Gitarrensound wie auf Platte, Max Duhamel trommelt wie ein Uhrwerk, Energie ohne Ende, Hits ohne Unterlass!




Ich habe es sogar geschafft, sowohl zu Benjamin Hilleke (Neaera) "Klasse Gig, Benny!" als auch zu Maurizio Iacomo "Fucking great gig, man!" zu sagen. Und das war es auch.

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Götter mit Soundproblemen
Sonntag, 3. Dezember 2006

The sun sets forever over Blackwater Park.

Opeth live im Postbahnhof  - seit August freue ich mich schon auf dieses Konzert, so lange hing die Karte deutlich sichtbar an meiner Pinnwand.

Vor einigen Tagen erst wurde das Konzert aus Kapazitätsgründen vom Columbiaclub in den Postbahnhof verlegt. Der um ca. 400 Plätze größere Veranstaltungssaal des Postbahnhofs war sofort ausverkauft. Im Publikum war das zu spüren: kein Platz zum Headbangen.

Nicht so schlimm, denn zu Opeth geht man nicht zum kollektiven Headbangen, sondern um die vielen musikalischen Kleinode, die diese außergewöhnliche Band in nunmehr 16 Jahren geschaffen hat in besonderer Atmosphäre zu genießen. Der Genuss wurde bei diesem Konzert allerdings durch zahlreiche Unzulänglichkeiten seitens des Veranstalters geschmälert...

Beginn sollte um 21 Uhr sein. Als ich etwa um 21:10 Uhr den Konzertsaal betrat, verabschiedete sich gerade die Vorband Amplifier. Schade, die Jungs wollte ich eigentlich sehen. Bei Opeth gab es dann diverse Soundprobleme: Peter Lindgren (Gitarre) und Per Wiberg (Keyboards) waren gar nicht zu hören, obwohl ich ziemlich mittig stand - dafür hallten die Bassdrums derart, dass nicht mal die Scorpions das toppen könnten.

Technisch und musikalisch waren Opeth allerdings über jeden Zweifel erhaben, zeitweise konnte man die Probleme sogar vergessen und ganz in den progressiven Klangwelten der Meister der Melancholie versinken...



In ca. 150 Minuten Konzert kredenzten uns Opeth diese Leckerbissen:
Ghost Of Perdition
When
Bleak
Face Of Melinda
The Night And The Silent Water
The Grand Conjuration
Windowpane
Blackwater Park
Deliverance

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Berliner sind die besten Wikinger
Donnerstag, 16. November 2006

With Oden on our side we are victorious!

Hell yeah! Selten so ein verdammt geiles Konzert gesehen. Amon Amarth spielten gestern abend im schon seit Wochen ausverkauften Columbiaclub und bewiesen mit einer energiegeladenen Show, dass sie durchaus auch nebenan in der großen Columbiahalle hätten spielen können. Den Mehrpreis wäre es wert gewesen.

Als erste Band des Abends spielten Týr von den Färöer Inseln. Mit ihrem melodischen Pagan Metal (mit ordentlichen Power Metal-Einflüssen) konnten sie nicht vollends überzeugen, stimmten aber gut in das Wikinger-Feeling des Abends ein.

Danach kamen Wintersun. Und wie sie kamen! Die volle Breite des Viking Black Metal - mit epischen Soli, melodischen Gesängen und finsterstem Gekrächze und dem krassesten Blastbeat-Drumming, das ich seit langem gesehen habe. Drumtier Kai Hahto holzte mit einer wahnwitzigen Geschwindigkeit und übermenschlichen Präzision (ich übertreibe nicht!) duch das knapp vierzig-minütige Set, dass einem konstant die Kinnlade unten blieb.

Dann endlich Amon Amarth.



Ein Feuerwerk von neuen und alten Hits, ohne Pause, neunzig Minuten lang. Dazu die obligatorische rote Lichtshow und ein (für Columbiaclub-Verhältnisse erstaunlich) glasklarer Sound. Waaahnsinn.

Die Trackliste ließ ebenfalls kaum Wünsche offen: Valhall Awaits Me, Runes To My Memory, Asator, Gods Of War Arise, With Oden On Our Side, Cry Of The Black Birds (von With Oden On Our Side), An Ancient Sign Of Coming Storm, Pursuit Of Vikings, Fate Of Norns (von Fate Of Norns), Death In Fire, Versus The World, Thousand Years Of Oppression (von Versus The World), The Last With Pagan Blood (von The Avenger), Victorious March, Once Sent From The Golden Hall (von Once Sent From The Golden Hall).

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Heute vor zwei Jahren war Mittwoch
Freitag, 10. November 2006

Gucken, blinken, gucken, gucken, abbiegen, gucken.



Heute vor zwei Jahren wurde mir nach erfolgreicher Fahrprüfung der Führerschein Klasse B ausgehändigt. Da niemand gesehen hat, wie ich mal nachts am Lützowplatz über eine rote Ampel gerast bin, ist meine Probezeit heute vorbei.

Darauf ein Flens!

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Regale
Mittwoch, 8. November 2006

Sparmarkt, Krausenstraße.

Zwei Verkäuferinnen hocken vor den Regalen und sind emsig am Sortieren und Räumen.

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Schnee!
Mittwoch, 1. November 2006

Mittwochabend, Rahnsdorf.

A: "Wat is denn hier los?"

B: "Hallo?!"

C: "Hat dit jeschneit, oder wat?"

A: "Dit kann doch wohl nich wahr sein!"

D: "Jestern warns doch noch dreizn Grad!"

B (zu A): "Hat dein Vadda wieder Koks uff die Blumen jestreut?"

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Wie sehe ich aus?
Dienstag, 31. Oktober 2006

"Mensch, du siehst ja aus wie drei Tage Regenwetter!"

- Ach, wirklich? Hörnse mal, das kann doch gar nicht sein.

Ich hasse diesen Spruch. Denn ich liebe Regenwetter. Jawohl, richtig gelesen. Ich liebe Regenwetter!



Mensch, wenn's mal drei Tage durchregnen würde...! Was wäre das für ein Fest! Ich würde feiern, lachen, singen, tanzen, mich betrinken und an der himmlischen Dusche erfreuen. Mit den Blumen und Schnecken würde ich ein rauschendes Fest veranstalten und all den Banausen, Ignoranten, Idioten ins Gesicht lachen:

So sehen drei Tage Regenwetter aus!

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3 - 0 = 3 Punkte
Montag, 23. Oktober 2006

Jahn-Sportpark, Montagabend.

Der erste Sieg für den FC MAGIX in der Medienliga!

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Klose über Wechselgerüchte
Donnerstag, 19. Oktober 2006

Bremen/Berlin (Euters).

Die Gerüchte um einen möglichen Wechsel Miroslav Kloses zum Berliner Fußballclub MAGIX verstummen auch nach dem 2:0-Sieg der Bremer gegen Levski Sofia in der Champions League nicht. Jetzt meldet sich der WM-Torschützenkönig zu Wort: "Ich könnte mir schon vorstellen, in Berlin zu spielen."

Klose, der in der Bundesliga-Torschützenliste mit zwei Toren zur Zeit nur auf dem dritten Platz steht, hat in dieser Woche mehrmals den Wunsch geäußert, statt "englischen Wochen" mal "Berliner Wochen" erleben zu dürfen. Zu gönnen wäre es ihm. Im Verein und in der Nationalmannschaft ist er in den letzten Jahren viel gefordert worden, er zahlte es mit Leistung zurück.

Das Spielsystem der Berlin-Brandenburger Medienliga sieht ein Punktspiel alle zwei Wochen vor, was für Klose natürlich eine erhebliche Umstellung bedeuten würde. Er selbst sieht es als Herausforderung: "Kleinfeld, sechzig Minuten ist schon was anderes als in der Bundesliga, aber es hat auch seinen Reiz."

Der FC MAGIX hatte in den vergangenen Wochen mehrmals Interesse an Miroslav Klose bekundet. "Wir brauchen einen Knipser, der vorne die Tore macht", "Da muss mal jemand abziehen und den Ball reinmachen", "Wir müssen mehr Tore schießen" - die Stimmen verstummen nicht.

Ob da noch was laufen kann, wird und muss die Zeit zeigen. Am kommenden Montag, um 19.15 Uhr im Cantianstadion hat MAGIX sein nächstes Spiel. Ein Miroslav Klose könnte hilfreich sein.

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Hier ihr Geld zurück, nur nicht motzen!
Dienstag, 17. Oktober 2006

Friedrichstraße, vor dem Opel-Showroom, jeden Morgen.

Da steht er wieder.

Jeden Tag, bei Wind und Wetter, Regen und Sonnenschein, Schnee und Graupel - kurzum: immer - steht der Motz-Verkäufer mit dem Vollbart vor dem Opel-Showroom am Bahnhof Friedrichstraße. Er spricht nicht, versucht stattdessen auf andere, subtilere Art und Weise den Leuten seine Druckerzeugnisse näher zu bringen.

Nämlich: Läuft man auf dem Gehweg an ihm vorbei, tänzelt er mit Trippelschritten auf einen zu. Ohne ein Wort zu sagen, ohne eine Miene zu verziehen und ohne den starren Blick vom Horizont zu wenden.

Ich kann mir nicht helfen, aber ich muss den armen Mann immer angrinsen, wenn er sich so auf mich zu bewegt.


(in Ergänzung zu Lethals Beitrag)

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Die Stadt der jungen Leute
Montag, 16. Oktober 2006

Friedrichstraße, 8:50 Uhr.

Früh morgens sind die Leute arg wunderlich.

Heute bewegte sich ein älteres Ehepaar an
mir vorbei, beide geschätze sechsundsechzig, adrett gekleidet, lächelnd und offensichtlich gut drauf. Ich sage bewusst "bewegen" - die Vokabeln "spazieren" oder "gehen" wären dem Gang der Herrschaften nicht gerecht geworden. Obwohl der Herr eine Zigarette rauchte, roch es in seiner näheren Umgebung nicht verqualmt, sondern angenehm süßlich...

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3 : 3 = 1 Punkt
Dienstag, 10. Oktober 2006

Jahn-Sportpark, Montagabend.

Täglich haben wir trainiert. Täglich haben wir unseren Geist und unsere Körper bis auf's Äußerste strapaziert, haben geschwitzt, gekämpft, unsere Nerven und Muskeln gestählt, uns bis zur letzten Faser verausgabt - jeden verdammten Tag. Bestimmt kann uns der Kickertisch schon nicht mehr leiden, so wie wir ihn immer malträtieren.

Und dann muss man auf dem Platz, professionell ausgestattet mit einheitlichen Trikots, persönlichen Rückennummern, Schienbeinschonern und straff geschnürten Töppen ernüchtert feststellen, dass man die Hände nicht benutzen darf...

Doch warten wir Piets Videoanalyse ab...

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Voll... äh, Vorbildliches Scheitern
Montag, 9. Oktober 2006

Friedrichstraße, heute ausnahmsweise mal kein Kaffee.

Ich verzichte heute bewusst auf Kaffee. Nachher spiele ich noch Fußball, da bleibe ich heute mal gesund. Was das für Folgen haben würde, hätte ich im Traum nicht geahnt.

Von Kopf- und Gliederschmerzen abgesehen, ist die mangelnde Konzentrationsfähigkeit am schlimmsten. Ich bin heute - so unglaublich es auch klingen mag - mehrmals daran gescheitert, das Wort "Vollbild" zu tippen. Einmal ergab sich sogar die Vokabel "volldebil"... ein Zeichen?

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