Friedrichstraße, Berlin-Mitte.
Im Hochsommer ist es üblicherweise dermaßen heiß, dass man jeden Morgen schweißgebadet erwacht – obwohl man die Nacht in weiser Voraussicht nackt und unbedeckt auf dem Balkon verbracht hat.
Im Spätsommer sind die Tage noch genau so heiß, die Nächte werden aber frisch. Wem dann wie mir noch wochenlang der Juli in den Knochen steckt, der trägt den ganzen August lange Hosen, weil es ja früh morgens, wenn der Wecker klingelt, riesenschweinekalt ist.
Wenn dann der Herbst anfängt, sind die Tage nur noch mild, während die Nachttemperaturen sich auf Augustniveau halten – der Tag-Nacht-Unterschied ist Ende September am geringsten.
Die Einsicht, dass der Sommer noch gar nicht zu Ende ist, kommt mir jedes Jahr zu dieser Zeit. Zwei Tage vor Herbstbeginn habe ich Geburtstag, da ist immer gutes Wetter. Dann trage ich wieder kurze Hosen.
Bis in den November hinein, wenn es wirklich schweinekalt wird.
von fabienbass
um
17:52
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