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Montag, 23. Oktober 2006
Jahn-Sportpark, Montagabend.
Der erste Sieg für den FC MAGIX in der Medienliga!

Jahn-Sportpark, Montagabend.
Der erste Sieg für den FC MAGIX in der Medienliga!

Bremen/Berlin (Euters).
Die Gerüchte um einen möglichen Wechsel Miroslav Kloses zum Berliner Fußballclub MAGIX verstummen auch nach dem 2:0-Sieg der Bremer gegen Levski Sofia in der Champions League nicht. Jetzt meldet sich der WM-Torschützenkönig zu Wort: "Ich könnte mir schon vorstellen, in Berlin zu spielen."
Klose, der in der Bundesliga-Torschützenliste mit zwei Toren zur Zeit nur auf dem dritten Platz steht, hat in dieser Woche mehrmals den Wunsch geäußert, statt "englischen Wochen" mal "Berliner Wochen" erleben zu dürfen. Zu gönnen wäre es ihm. Im Verein und in der Nationalmannschaft ist er in den letzten Jahren viel gefordert worden, er zahlte es mit Leistung zurück.
Das Spielsystem der Berlin-Brandenburger Medienliga sieht ein Punktspiel alle zwei Wochen vor, was für Klose natürlich eine erhebliche Umstellung bedeuten würde. Er selbst sieht es als Herausforderung: "Kleinfeld, sechzig Minuten ist schon was anderes als in der Bundesliga, aber es hat auch seinen Reiz."
Der FC MAGIX hatte in den vergangenen Wochen mehrmals Interesse an Miroslav Klose bekundet. "Wir brauchen einen Knipser, der vorne die Tore macht", "Da muss mal jemand abziehen und den Ball reinmachen", "Wir müssen mehr Tore schießen" - die Stimmen verstummen nicht.
Ob da noch was laufen kann, wird und muss die Zeit zeigen. Am kommenden Montag, um 19.15 Uhr im Cantianstadion hat MAGIX sein nächstes Spiel. Ein Miroslav Klose könnte hilfreich sein.

Jahn-Sportpark, Montagabend.
Täglich haben wir trainiert. Täglich haben wir unseren Geist und unsere Körper bis auf's Äußerste strapaziert, haben geschwitzt, gekämpft, unsere Nerven und Muskeln gestählt, uns bis zur letzten Faser verausgabt - jeden verdammten Tag. Bestimmt kann uns der Kickertisch schon nicht mehr leiden, so wie wir ihn immer malträtieren.
Und dann muss man auf dem Platz, professionell ausgestattet mit einheitlichen Trikots, persönlichen Rückennummern, Schienbeinschonern und straff geschnürten Töppen ernüchtert feststellen, dass man die Hände nicht benutzen darf...
Doch warten wir Piets Videoanalyse ab...

Friedrichstraße, heute ausnahmsweise mal kein Kaffee.
Ich verzichte heute bewusst auf Kaffee. Nachher spiele ich noch Fußball, da bleibe ich heute mal gesund. Was das für Folgen haben würde, hätte ich im Traum nicht geahnt.
Von Kopf- und Gliederschmerzen abgesehen, ist die mangelnde Konzentrationsfähigkeit am schlimmsten. Ich bin heute - so unglaublich es auch klingen mag - mehrmals daran gescheitert, das Wort "Vollbild" zu tippen. Einmal ergab sich sogar die Vokabel "volldebil"... ein Zeichen?

Fritzclub, Herrentoilette.
A: "Ey, Chili Peppers, nee ey..."
B: "Man kann doch nicht Rage Against The Machine und dann Chili Peppers -"
A: "Man kann überhaupt nicht Chili Peppers!"
B: "Chili Peppers sind nur für die Frauen..."
A: "Chili Peppers, nee ey..."

Saturn am Alex, heute nach Feierabend.
Geld hat man nicht. Man trägt es nur zum nächsten Besitzer (Blutsauger).
Wenn ich mal Geld habe, ist es auch schon wieder weg. Das ist wie mit sublimierendem Eis - das schmilzt nicht erst, sondern verdampft sofort.
Grund ist die Veröffentlichung von Unleasheds neuem Album Midvinterblot. Mir wird das Geld egal sein.

PLUS-Markt, Kochstraße.
Randvolle Stoffbeutel in beiden Händen, die Umhängetasche zerrt an der Schulter. Mit der freien Schulter versuche ich die nicht-automatische Supermarkttür (hinter der sich die frische Luft befindet) aufzudrücken. Und zwar so, dass meine Tasche mit dem abgepackten Kuchen drin nicht zwischen mich und die Tür gerät.
Ein schwieriges Unterfangen.
Als ich (mit dem Rücken an die Glasscheibe drückend) die Tür endlich zum Öffnen überreden kann, winkt mir die Kassiererin mit einem zerknüllten Papier zu:
"Brauchen Sie eigentlich den Kassenzettel?"

Friedrichstraße, Berlin-Mitte.
Im Hochsommer ist es üblicherweise dermaßen heiß, dass man jeden Morgen schweißgebadet erwacht – obwohl man die Nacht in weiser Voraussicht nackt und unbedeckt auf dem Balkon verbracht hat.
Im Spätsommer sind die Tage noch genau so heiß, die Nächte werden aber frisch. Wem dann wie mir noch wochenlang der Juli in den Knochen steckt, der trägt den ganzen August lange Hosen, weil es ja früh morgens, wenn der Wecker klingelt, riesenschweinekalt ist.
Wenn dann der Herbst anfängt, sind die Tage nur noch mild, während die Nachttemperaturen sich auf Augustniveau halten – der Tag-Nacht-Unterschied ist Ende September am geringsten.
Die Einsicht, dass der Sommer noch gar nicht zu Ende ist, kommt mir jedes Jahr zu dieser Zeit. Zwei Tage vor Herbstbeginn habe ich Geburtstag, da ist immer gutes Wetter. Dann trage ich wieder kurze Hosen.
Bis in den November hinein, wenn es wirklich schweinekalt wird.

Checkpoint Charlie, Berlin Mitte.
A: "Mann, Mann... man müsste hier den Jehweg teilen, mitn Zaun oda so. Eene Hälfte nur für de Vorüberjehenden, die andre Hälfte für de scheiß Touris, damit die hier janz in Ruhe die Wand anstarren können."
B: "Und ne Selbstschussanlage für die Radfahrer!"
C: "Jenau, janz wie früher..."
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